Interview mit Yves Sanchez

Am morgigen Samstag startet das Fanionteam des FC Linth 04 in die Rückrunde. Zu Gast in der Lintharena wird der FC Tuggen sein. Somit startet das neue Fussballjahr gleich mit einem Derby für die Elf von Fabio Digenti. Das Homepageteam hat sich davor mit dem langjährige Linth04-Spieler Yves Sanchez unterhalten.


Yves Sanchez ist seit der Saison 2016/17 wieder in der 1. Mannschaft beim FC Linth 04. Bereits zuvor spielte er allerdings eine halbe Saison im Fanionteam. Yves war in den letzten Jahren stets eine grosse Teamstütze und massgeblich am Aufstieg in die 1. Liga beteiligt. Auch war er bei allen Cuphighlights der letzten Jahre dabei und erzielte dabei sogar den 1-1 Ausgleichstreffer gegen den Superligisten FC St. Gallen, welcher die Glarner bis zum Elfmeterschiessen vom ganz grossen Coup träumen liess.



Yves, was sind die Gründe, dass du dem FC Linth 04 so lange schon die Treue hälst und sogar wieder zurückgekehrt bist?


Der FC Linth 04 ist ein familiärer Verein, mir hat die Philosophie gefallen und das Team ist nicht nur fussballerisch, sondern auch menschlich top. Da der Kontakt war während meiner Abwesenheit nie abgebrochen ist, war es nur logisch das ich irgendwann zurückkehren werden.


Die Vorrunde ist überhaupt nicht nach euren Wünschen gelaufen, was stimmt dich jetzt optimistisch, dass wir in der Rückrunde ein anderes Gesicht des Fanionteam des FC Linth 04 sehen werden?


Die Stimmung im Team ist super, ich denke wir sind wieder etwas näher zusammengerückt und geben in den Trainings richtig "Gas". Es gab leider auch ein paar Konditionseinheiten J da wurden wir natürlich auch nicht verschont, aber das wird für die Rückrunde wichtig sein, dass wir die Fitness haben.


Da du ja nicht direkt im Glarnerland zu Hause bist, gab oder gibt es sicher immer mal wieder die Möglichkeit, den Verein zu wechseln. Was hat dich dazu bewogen mögliche Angebote immer wieder abzusagen?


Das Glarnerland liegt für mich privat und geschäftlich nicht mal so schlecht. Es war mit der Arbeit am besten zu verbinden. Ich habe nie einen Grund gesehen zu wechseln, ich bin nun ja auch langsam im fortgeschrittenen Alter.


Zu Saisonbeginn konnte man vom Ziel der Aufstiegsspiele lesen, was nach der Hinrunde sicher sehr schwierig wird. Was sind die Ziele der Mannschaft in der kommenden Rückrunde?


Unser Ziel ist in jedem Spieler der Sieg respektive die drei Punkte, das ist auch die Vorgabe des Vereins. Wir wollen so weit wie möglich wieder nach vorne.


In der Winterpause gab es einige Veränderungen in der Mannschaft, vor allem junge Spieler sind zum Team gestossen. Was kann ein Routinier wie du von den Jungen abschauen?


Die Unbekümmertheit ist sicher der grösste Faktor, es einfach zu versuchen und nicht zu viel nachzudenken. Als älterer Spieler will man aber natürlich zeigen, dass man es immer noch kann.


War Fussball schon immer deine ganz grosse Leidenschaft oder gab es auch andere Sportarten, welche du intensiv betrieben hast?


Der Fussball nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Aber durch Fitness und Snowboarden habe ich meinen sportlichen Ausgleich dazu und eine beides wurde eine weitere grosse Leidenschaft von mir.


Du hast schon einiges erlebt im Fussball – was würdest du als dein fussballerisches Highlight einordnen? Das Tor gegen den FC St. Gallen?


Das Tor gegen St. Gallen ist sicher ein, wenn nicht das Highlight. Allgemein sind Cup-Spiele gegen oberklassige Mannschaften oder auch Freundschaftsspiele gegen Super League Vereine meine Highlights.


Bei allem positiven gibt es sicher auch Dinge, die man im Fussball gerne vergessen will. Hast du da ein spezielles Erlebnis?


Als jugendlicher hatte ich Rückenprobleme, dieses Problem musste ich täglich angehen. Später hatte ich Probleme mit meinen Bändern an den Füssen. Nebst den Verletzungen sind die Trainings im Winter bei Regen und kalten Temperaturen ohne Ball auch nicht gerade der Hit. J


In der Vorrunde hast du das eine oder andere Mal auch als Aussenverteidiger agiert, kannst du dir das auch für die Zukunft vorstellen oder ist die Flügelposition deine Lieblingsposition?


Ich spiele dort wo mich der Trainer aufstellt. Meine Lieblingsposition ist aber schon die Offensive, entweder auf dem Flügel oder im Sturm.


Wer war dein fussballerisches Vorbild und warum?


Wenn ich Spieler wählen müsste dann Raul, Papa Ronaldo und Christiano Ronaldo. Alle haben irgendetwas das ich bewundere, vor allem die Leidenschaft den Sport auszuüben und Tore zu schiessen.


Du wirst diesen Sommer nun 33ig. Wie lange möchtest du auf diesem Niveau noch spielen, hast du bereits einen Zeitpunkt im Kopf wo du dir sagst, diesen Aufwand möchte ich nicht mehr betreiben?


Den Sport mit der Arbeit zu verbinden ist für mich in den Wintermonaten schwierig. Ich bin aber immer noch sehr fit und denke auch, dass ich noch länger auf diesem Niveau spielen kann. Ich schaue immer von Saison zu Saison und werde mir während der Rückrunde meine Gedanken dazu machen.


Kannst du dir auch vorstellen nochmals in tieferen Ligen zu spielen oder wenn dann überhaupt in einer Seniorenmannschaft (30+)?


Nein, das kann ich mir aktuell nicht vorstellen.


Kannst du dir nach deiner Karriere als Fussballer vorstellen auch mal als Trainer aktiv zu sein?


Zum jetzigen Zeitpunkt nicht nein.


Vielen Dank Yves für die Zeit, welche du dir genommen hast. Wir wünschen dir eine erfolgreiche und verletzungsfreie Rückrunde und hoffen auch, dich noch lange in den Farben des FC Linth 04 auflaufen zu sehen.

493 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen