Interviewreihe: Heute mit Juniorentrainer Rolf Züger

Rolf Züger ist seit einigen Jahren bereits Juniorentrainer beim FC Linth 04. Aktuell betreut er die C-Junioren, 1. Stärkeklasse. Selbst war er auch jahrelang als Stürmer im Glarner Aktivfussball unterwegs. Mit dem heutigen Heimspiel gegen Wagen-Eschenbach startet die Saison der C-Junioren.


Rolf, herzliche Gratulation zu eurem souveränen Aufstieg in die 1. Stärkeklasse. Hattest du je Zweifel, euer Vorrundenziel zu erreichen?


Vielen Dank für die Glückwünsche. Nein, ich hatte nie Zweifel was unsere Qualität betrifft. Etwas Sorgen machte mir, wie wir die Spiele gewannen. Meistens mit einer grossen Tordifferenz.

Um konstant gute Leistungen bringen zu können, braucht es Konzentration. Wenn du aber jedes Spiel hoch gewinnst, kann es dabei zu Problemen kommen. Dies war aber zum Glück nicht der Fall und meine Mannschaft war stets mit dem Kopf bei der Sache.


Was sind deine Ziele in der heute startenden Saison? Und warum erreichst du diese mit deinem Team?


Ich will meiner Mannschaft das Gefühl geben, das jedes Spiel wie ein Finale angetreten wird, dass wir die Spiele gewinnen wollen und wir am Ende der Saison auf einem der vorderen drei Plätzen stehen. Ich denke mit dieser Mannschaft kann ich dieses Saisonziel erreichen. Jede Mannschaft, die ich aufstelle, hat die nötige Qualität auch Spiele gegen schwierige Gegner gewinnen zu können. Ich schätze mein Kader als sehr ausgeglichen und gut besetzt ein.


Im Gegensatz zum Aktivfussball darfst du mit deinen Junioren normal trainieren, Testspiele austragen und jetzt heute sogar in die Meisterschaft starten. Für dich der richtige Entscheid des Bundesrats? Wie erlebst du dieses Privileg?


Absolut ein Privileg ja. Das Leben muss weitergehen und den Kindern tut es gut, wenn sie sich im Freien aufhalten können. Ebenso für ihre sozialen Kontakte ist es enorm wichtig, dass wir wieder normal trainieren dürfen. Um als junger Mensch zu reifen, braucht es die Erfahrungen mit gleichalterigen Kolleginnen und Kollegen. Dementsprechend bin ich froh, haben wir diese Möglichkeit erhalten.


Ihr müsst eure Spiele ohne Zuschauen austragen – wie empfindest du nach den Testspielen hier das Verständnis der Eltern/Freunde/Bekannte? Oder hattest du damit auch schon Probleme?


Nein, ich hatte damit noch keine Probleme, wir können den Kunstrasen abschliessen und die Eltern bringen das nötige Verständnis auf. Klar besteht manchmal eine gewisse Erklärungsnot, aber schlussendlich können es alle Eltern akzeptieren, denn für sie steht das Kindeswohl meistens im Vordergrund.


Du hast selbst auch jahrelang selber Fussball gespielt. Wann hast du dich entschieden, dein Wissen an die Jugend weiterzugeben? Woher kommt diese Motivation?


Dies ist nun bereits das vierte Jahr als Trainer. Ich arbeite sehr gerne mit Kinder zusammen und selbst bin ich auch noch sehr gerne auf, oder jetzt als Trainer, neben dem Platz.


Verfolgst du eine spezifische Trainingsphilosophie bei Junioren? Wie würdest du dich als Trainer beschreiben?


Nein, weil ich eine einzigartige Mannschaft habe und bei uns der Spass im Vordergrund steht. Wir spielen sehr viel im Training. Ich würde sagen ich bin ein "zu lieber Trainer".


Spass, Orientierung am Wettbewerb und Leistungsmotivation sind wichtige Dinge im Juniorenfussball. Wie schaffst du die Balance zwischen dem Spass und der Leistung der Kinder?


Bei mir steht der Spass im Vordergrund und wenn eine Mannschaft Spass auf dem Spielfeld hat und gut harmoniert, dann kommen die guten Ergebnisse von alleine.


Welches Trainerdiplom besitzt du? Willst du hier noch weitermachen oder bist du mit deinem Diplom zufrieden? Wenn ja, warum, wenn nein warum?


Ich besitze das C-Diplom. Nein, eigentlich nicht, weil ich beim C-Diplom bereits der zweitälteste Teilnehmer meiner Klasse war und ich auch nicht jünger werde.


Auf welche Erfolge in deiner Aktivzeit bist du besonders stolz?


Ich durfte mit dem damaligen FC Niederurnen einmal in der 2. Liga spielen. Zudem spielte ich auch immer gerne mit oder gegen bekanntere Spieler, wie mit Walter Geisser oder gegen einen Mario Frick.


Wie würdest du dich als Spieler beschreiben?


Ehrgeizig und Aggressiv.


Hätte der Trainer Rolf Züger am Juniorenspieler Rolf Züger Freude gehabt? 😃


Sicherlich ja. Hätte er mir genügend Vertrauen geschenkt, hätte ich es ihm zurückgegeben.


Wenn Rolf Züger einen fussballerischen Wunsch frei hätte – was wäre dieser?


Unsere letzte Niederlage hatten wir am 19.09.2019 (durch Corona fielen einige Spiele leider auch aus), dass dieses Datum noch lange als letzte Niederlage bestehend bleibt.


Vielen Dank Rolf für dieses Interview. Wir wünschen dir und deinem Team für die kommende Saison alles Gute, dass sich deine Wünsche erfüllen und wir noch lange auf dich beim FC Linth 04 zählen dürfen.

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