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1. Mannschaft: Die grössten Emotionen gabs vor dem Anpfiff

Der FC Linth 04 verabschiedet seinen Trainer Roland Schwegler sowie drei Spieler und sich mit einer 0:1-Niederlage gegen den SV Höngg aus der ersten 1.-Liga-Saison.

Letzter Auftritt für Linth 04: Vereinspräsident Erich Fischli (Zweiter von links) verabschiedet Ronnie Aeberli, Pavel Stefl, Trainer Roland Schwegler, Villiam Pizzi und mit Schweglers Sohn Noah einen der grössten Linth-Fans.
 

von Ruedi Gubser

Die emotionalsten Momente bei der Saison-Derniere gegen den SV Höngg gab es für den FC Linth 04 vor dem Spiel. Vereinspräsident Erich Fischli verabschiedete seinen Trainer Roland Schwegler und die Spieler Villiam Pizzi, Pavel Stefl und Ronnie Aeberli, die den FC Linth verlassen. Pizzi wechselt zum SC Brühl in die Promotion League, und Aeberli folgt Schwegler zum SC Cham, ebenfalls in die Promotion League. Pavel Stefl wird in seine Heimat Tschechien zurückkehren. Die Trennung ging vor allem Stefl nahe, und er konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Feuchte Augen suchte man dagegen bei Roland Schwegler vergebens, obwohl er sagte: «Ich verlasse Linth 04 mit einem lachenden und einem weinenden Auge.» Lachend, weil er viele schöne Momente erlebt und als sein grösstes Vermächtnis den Verein in der 1. Liga etabliert hat. Weinend, weil das zweite Saisonziel nach dem Ligaerhalt, das Erreichen von 38 Punkten, nicht erreicht werden konnte und weil das letzte Spiel unter seiner Regie 0:1 verloren ging. «Diese Niederlage kann das schöne Gesamtbild nicht trügen», so Schwegler weiter.

Linth mit vielen Absenzen
Die Absenzen bei Linth wogen zu schwer, um die Saison mit einem Sieg abzuschliessen. Zwei Protagonisten (Ismaili und Sabanovic) waren verletzt, und andere wie Feldmann und Brezina haben die Aufgabe gefasst, der zweiten Mannschaft zum Ligaerhalt zu verhelfen. In der ersten halben Stunde fand Linth überhaupt nicht ins Spiel und musste sich von Höngg klar dominie- ren lassen. Die zwangsläufige Folge davon war das 0:1 nach einer Viertelstun- de. Ab der 35. Minute wurde das Spiel der Glarner besser, das Spielgeschehen gestaltete sich nun eher ausgeglichen. Die besseren Möglichkeiten hatte aber auch in der zweiten Halbzeit der SV Höngg. Für wirkliche Gefahr vor dem Zürcher Tor konnte Linth in den gesamten 90 Minuten nie sorgen.

SPIELTELEGRAMM:
FC Linth 04 – SV Höngg         0:1 (0:1)
Lintharena, Näfels. – 200 Zuschauer. – SR Hanjic
Tore: 0-1 (14. Constancio)

Linth 04: Lo Russo; Aeberli, Amendola, Thrier, Hren; Pizzi (90. Hajdari), Ebipi, Carava, Sanchez; Budimir; Kälin (64. Rhyner)
Baden: Blank (64. Derungs); Rutz, Schreiner, Riso, Bétrisey; Constancio (73. Kocayildiz), von Thiessen (83. Stojanov), Forny, Rodriguez; Wiskemann, Georgis

Bemerkungen: Linth 04 ohne Ismaili, Sabanovic (beide verletzt), Feldmann, Schindler, Miljic, Agushi, Brezina (alle zweite Mannschaft)
Verwarnungen: 56. Georgis, 61. Amendola